Die Quote soll kommen

votingGestern wurde der Satzungsänderungsantrag SÄA017 für den Bundesparteitag 2013.2 eingereicht, der eine Frauenquote1 einführen soll. Ich bin für eine Frauenquote, aber gegen diesen Antrag.

Zunächst einmal soll dieser Antrag auf dem BPT beschlossen werden und dann Top-Down für alle gelten. Das ist bei solch einem umstrittenen Thema Mist! Die Piraten sind keine zentralistisch geführte Vereinigung, dass muss man mal langsam in den Kopf kriegen. Der Antrag sagt selber „Postgender ist eine Utopie“ übersieht aber, dass es beispielsweise in Aachen eine viel größere Utopie ist, 2014 zur Kommunalwahl eine Liste aufzustellen, die diesem Vorschlag gerecht werden könnte. Auf Europa-, Bundes- und Landesebene ist das alles kein Problem. Auf kommunaler Ebene, ist das einfach Schwachsinn, weil die Mitgliederzahlen viel zu klein sind. Von kleineren Kreisen mit teilweise 100% männlichen Mitgliedern will ich gar nicht erst anfangen.

Darüberhinaus ist das Ganze ein Papiertiger. Jeder kann einfach sagen, dass er sich nicht als Mann sondern als Pirat identifiziert und sich somit auf die „priorisierte“ Liste setzen lassen. Niemand kann einem anderen attestieren, wie dieser sich selbst identifiziert. Man kann zwar behaupten, dass eine Missbrauchsmöglichkeit noch lange keinen flächendeckenden Missbrauch impliziert und man es halt darauf ankommen lassen sollte. Ich hingegen halte Aufstellungsversammlungen für das ungeeigneteste Feld um so etwas auszuprobieren.

Macht bitte eine Quote. Aber bitte mit klaren Regeln, Bottom-Up und nicht auf kommunaler Ebene. Danke.

Foto: laut flickr.com gemeinfrei

Kinder seht es ein, Sprache lebt und das hier ist kein Jura-Blog. Ich halte das Wort an dieser Stelle für das Beste, weil es beim Gebrauch von Sprache nicht ausschließlich nur um Präzision geht.

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